Der Kongress fand zum Dritten Mal statt (https://www.globaldisabilitysummit.org/). Die internationalen Behinderten-Organisationen, die den Kongress organisiert haben, haben ein interessantes Programm für Betroffene aus den Erfahrungen Betroffener zusammengestellt
self advocacy, how to achieve inclusion, local narratives, health for all, inclusive city, local government, parlamentarian work, political participation.
Es wird deutlich, dass es sehr viele Hürden für behinderte Menschen gibt. In Deutschland wird diesen die Möglichkeiten abgesprochen, für sich selber zu sprechen. Sodann behauptet die Bundesregierung, die Menschenrechte zu respektieren und behauptet, hier sei für Behinderte alles positiv. „Wenn eine Zivilisation, ein Staat oder eine Berufsgruppe nur positiv von sich selbst spricht“, schreibt der Soziologe Alessandro Orsini in Anlehnung an die drei Großen der Schule des Verdachts, Marx, Nietzsche und Freud, „ist es eine gute Regel, zu vermuten, dass sie etwas verbergen, wofür sie sich schämen.“ (Casa Bianca–Italia: La corruzione dell’informazione di uno stato satellite“Alessandro Orsini, 2025).
Eine Verleugnung der Wirklichkeit ist leider nicht hilfreich, wenn man etwas verändern möchte. Schaut man im Internet, wie es in Deutschland mit den Rechten Behinderter aussieht, so heisst es, dass deren Theorie in Praxis leider nicht erhältlich ist. Behinderte sind oft arm, mittlerweile leben auch viele auf der Strasse- keine schöne Bestätigung der offiziellen Meinung. Traurig, dass den Kranken- und Behindertenmorden im deutschen Faschismus nicht gedacht wurde- wer sich der Vergangenheit nicht stellt, verstellt die Zukunft.
Denn wie der Mitausrichter Jordanien erklärte, ist noch viel zu tun, um Frieden und Gerechtigkeit zu erreichen.
Interessant war, die Perspektiven aus anderen Kontinenten zu erfahren: Krieg, Klimawandel sind äußerst bedrohlich, insbesondere für Vulnerable. Und sorgen auch für den Rückbau von Menschenrechten. Daher ist es wichtig, weltweit für Frieden zu sorgen- dies gilt auch für deutsche Kriegschürer!
Zu bemerken war auch, dass Entwicklungshilfe und natürlich supranationale politische Organisationen ein Geschäft für einige Beteiligte sind („Wie ein Reisebüro für Akademikerkinder“, Er war Projektmanager in Lateinamerika, sie Juniorberaterin in Afrika: Beide bekamen mehr als 5.000 Euro netto. Über absurde Gehälter in der Entwicklungszusammenarbeit, Anne Jeschke, 4. April 2025, 11:31 Uhr, https://www.zeit.de/arbeit/2025-03/entwicklungszusammenarbeit-ausland-gehalt-entwicklungshilfe-ungleichheit).
Immerhin wurde erreicht, dass international von Hilfen nun 15% für Behinderte ausgegeben wird- was ungefähr deren Anteil an der Bevölkerung ausmacht.
Persönlich habe ich mir folgende empowernde statements notiert:
Wild at heart (Europe);
PolitikerInnen die Pistole auf die Brust setzen, natürlich metaphorisch, PolitikerInnen müssen begreifen, dass sie die ersten Diener ihres Landes sind (Afrika);
Behinderung befähigt zum Brückenbau; wie kann man Veränderung erreichen; Unterstützer suchen; im Lern-Modus bleiben; ambitioniert sein; sich ein Gesicht (Gesichter) suchen und auch einen Story telling Ansatz und Visualisierungen überlegen (Afrika).

